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Wissensmanagement
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Cominfo2003 - Wissensmanagement

Die Anforderungen der Märkte in den Zeiten der Globalisierung verändern sich immer schneller. Die Menge der Information und des Wissens nimmt exponenziell zu, während gleichzeitig der Wert des Wissens schwindet. Auf dem Weg zur wissensbasierten Wirtschaft wird das Wissen jeden einzelnen Mitarbeiters, als Beitrag zur Wertschöpfung eines Unternehmens, immer bedeutender. Die Informations- und Kommunikationstechnologie stellt die notwendige Infrastruktur bereit. Wissensmanagement ist ein Managementinstrument, um die Unternehmensziele zu erreichen.

Es gibt verschiedene Formen von Wissen bzw. intellektuellem Kapitel im Unternehmen. Zunächst denken wir bei Wissen an das Fachwissen der Mitarbeiter, ihre Kompetenzen und Fähigkeiten. Wissen ist aber auch in der Unternehmenskultur, in der Kommunikation und in den Betriebsabläufen gespeichert. Ein schwierig zu erfassendes Wissen ist das Beziehungskapital, das in guten Kundenbindungen steckt. Um dieses Wissen managen zu können, sollte es in einer sogenannten „Wissensbilanz“ systematisch erfasst und analysiert werden. Auf dieser Basis kann die für das Unternehmen geeignete Wissensorganisation aufgebaut werden. Das Wissensmanagement wirkt sich auf die Innovations- und Personalstrategie sowie die Zukunftseinschätzung aus. Um ein entsprechendes Wissen im Unternehmen zu halten bzw. neues Wissen aufzubauen, ist die Personalentwicklung darauf auszurichten.

Um die Wissensprozesse steuern zu können, muss Wissen gespeichert und abrufbar sein. Dazu gibt es das interaktive und kollaborative Intranet ("Web 2.0") im Unternehmen. Das „Navigieren im Meer von Wissen“ wird schon heute durch moderne Suchfunktionen erleichtert. Es kann Projektwissen abgerufen und teamübergreifend diskutiert werden. Im Gegensatz zur Industrialisierung (Fließbandarbeit), bei der Hand und Kopf unterschiedlich beansprucht wurden, fließen in der Wissensgesellschaft Denken und Arbeiten zusammen. Dies hat starke Auswirkungen auf die Art des Arbeitens, bei dem sich Selbstorganisation und hierarchische Strukturen zu einer neuen Form der Zusammenarbeit weiterentwickeln müssen. Wissensmanagement schließt Mitarbeiter, Kunden und Geschäftspartner mit ein. Auf einer gemeinsamen Wissensbasis sind Aufgaben zu lösen und Ziele zu erreichen. In Zukunft wird von den Unternehmen neben Kapital und Arbeit verstärkt die Resource Wissen genutzt werden, um Wettbewerbsvorteile zu generieren.